Kordula Schulz-Asche

Über mich

Gerechtigkeit zieht sich als „grüner“ Faden durch meinen persönlichen und politischen Lebenslauf. Darunter verstehe ich, einen Beitrag dazu zu leisten, möglichst allen Menschen, von ganz klein bis ins hohe Alter, eine gute Lebensqualität und die Freiheit zur Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Und dies gilt für mich nicht nur für das Leben in einer Stadt oder Gemeinde in Deutschland oder Europa. Es ist ein Anspruch, der für mich weltweit Gültigkeit hat.

Dieser „grüne“ Faden zieht sich von meiner Schul- und Ausbildungszeit über die Gründung der Alternativen Liste in Berlin und erste Schritte in der Landespolitik bis nach Afrika. Zehn Jahre in der hessischen Landespolitik waren ein weiterer wichtiger Abschnitt dieses Fadens. In all diesen Jahren war das Aufgreifen der Sorgen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger eines meiner persönlichen Markenzeichen.

Seit September 2013 bin ich Mitglied des Bundestages, im Ausschuss für Gesundheit und stellvertretend in den Ausschüssen für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Menschenrechte. Oppositionsarbeit besteht nicht in erster Linie darin, die Politik der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD zu kritisieren, sondern eigene generationengerechte und nachhaltige Konzepte zu erarbeiten, die in eigenes Regierungshandeln umgesetzt werden können. Das haben mir die Erfahrungen in Hessen gezeigt. Und das habe ich mir auch für meine Arbeit im Bundestag vorgenommen.

Meine Themen:

Gesundheit

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Das sagt sich so leicht daher und kaum jemand wird mir widersprechen. Wie aber können sich Menschen in unserer heutigen Welt vor den Gesundheitsgefahren in ihrer Umwelt schützen? Zum Beispiel gegen Fluglärm, wie dies in meinem Wahlkreis am Frankfurter Flughafen der Fall ist? Ist unser Gesundheitswesen wirklich an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet? Ist die Finanzierung mit gesetzlicher und privater Kasse gerecht und demografiefest? Könnte die Versorgung in Arztpraxen, in Krankenhäusern, in der Pflege effizienter und besser für die Patienten organisiert werden – und zwar in Stadt und Land?

Fördern Kindergärten und Schulen die Kompetenzen von Kindern, für ihre Gesundheit selbstbestimmt zu sorgen? Sind diese Institutionen selbst der Gesundheit förderlich oder eher schadend? Was bedeuten Arbeitsbedingungen und Stress in einer älter werdenden Gesellschaft, die auf gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angewiesen ist? Wie können unsere Dörfer und Städte dabei helfen, alten Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zumindest nach hinten zu verlagern und den Weg für ein würdiges Lebensende zu ebnen? Wie gelingt es, die Lebenswelten der Menschen mit ihrer Partizipation gesundheitsfördernd zu gestalten?

Pflege

Pflege ist eine der zentralen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts geworden. Wir haben einerseits erfreulicherweise mehr gesund älter werdende Menschen, auf der anderen Seite aber auch immer mehr Pflegebedürftige. Wenn wir gute Pflege auch in Zukunft sicherstellen wollen, müssen pflegende Angehörige mehr unterstützt und das Berufsbild der professionellen Pflege – auch in der Wahrnehmung der Gesellschaft – stark aufgewertet werden. Dazu gehören neben einer soliden Ausbildung Fort- und Weiterbildungsangebote, die verschiedene individuelle Berufswege ermöglichen. Pflege ist sehr viel wert – das muss sich in verbindlichen Personalvorgaben und besserer Bezahlung niederschlagen. Wir brauchen schnell mehr gut qualifizierte Pflegekräfte – die Zeit rennt.

Menschenrechte

Mein Leitbild ist die Universalität der Menschenrechte, wie sie am 10. Dezember 1948 von der Weltgemeinschaft vereinbart wurde.

Mein politisches Anliegen ist es, all diejenigen zu unterstützen, denen diese Menschenrechte auch heute noch vorenthalten werden. Zumindest einem Teil von ihnen Gehör zu verschaffen und gemeinsam mit ihnen nach (politischen) Lösungen zu suchen, das ist mein Ziel. Für dieses arbeite ich als stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Bundestag. Für die GRÜNE Bundestagsfraktion konzentriere ich mich dort auf die folgende Themenfelder:

  • Diskriminierung von Frauen, u. a. Female Genital Mutilation (FGM)
  • Zwangsprostitution und Menschenhandel
  • Diskriminierung in Bezug auf Gesundheit, u. a. HIV/AIDS
  • Prävention und Aufarbeitung von Völkermorden (Ruanda)

Bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement findet man in unserer modernen Gesellschaft überall: In Sport- und Kulturvereinen, in Kindergärten, Schulen, Kirchen, in internationalen Partnerschaften, Genossenschaften, Freiwilligendiensten, in Bürgerinitiativen, Jugendverbänden, … überall sind Bürgerinnen und Bürger unterwegs, die die Gemeinschaft, die Zusammenarbeit und das Mitentscheiden tagtäglich erproben, sich an der Gestaltung ihrer Lebensräume beteiligen und diese selbst organisieren. Autonomie und Selbstbestimmung, Empathie und Solidarität – das sind die Bestandteile einer vitalen und bunten demokratischen Gesellschaft.

Die Politik in der Kommune, im Land, im Bund, in Europa tut gut daran, mit diesen Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zu treten, ihnen zuzuhören und sie an politischen Entscheidungen konsequent zu beteiligen. Denn transparente, gute Politik wächst von unten und stärkt auch das Vertrauen in demokratische Institutionen.

Weitere Informationen, Reden und Nachrichten rund um meine Arbeit im Bundestag finden Sie auf meiner Website https://schulz-asche.de/.