Fairer Handel ist in Bad Soden eine Politik der kleinsten Schritte

Fairtradesiegel

Fair Trade ist eine gute Sache. Da sind sich (fast) alle einig, aber über die Weiterentwicklung des sozialen und ökologischen Gedankens wohl nicht.

Seit über 30 Jahren gibt es Fair Trade Produkte, sie helfen die Arbeitsbedingungen in vielen Ländern zu verbessern und nachhaltige Produkte zu schaffen. Daher begrüßt die Spitzenkandidatin der Bad Sodener Grünen Annelie Koschella auch ausdrücklich die Bewerbung der Stadt Bad Soden als Fair Trade Town. „Gerade durch meine langjährige Tätigkeit als Entwicklungshelferin, weiß ich wie wichtig es ist, die Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven der Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern zu verbessern.“

Mit der Bewerbung unterstützt die Stadt Bad Soden die Grundziele des TransFair Vereins zur Verbesserung der sozialen und ökologischen Standards in Entwicklungsländern durch fairen Handel.

In diesem Sinne wollen die Bad Sodener Grünen hier vor Ort die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Auftragsvergabe der Stadt mit berücksichtigen. 2014 hat die hessische Landesregierung aus CDU und Grünen den Kommunen rechtlich die Möglichkeit gegeben genau diese Anforderungen bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen. Bereits Anfang 2015 haben wir daher den entsprechenden Antrag zur Umsetzung in Bad Soden gestellt. Nach ausgiebiger Beratung in den politischen Gremien kam es in der Stadtverordnetenversammlung am letzten Mittwoch zur Abstimmung. Leider wurde der Antrag von der Mehrheit abgelehnt. Fraktionsmitglied Jörg Ellminger: „Hier wurde eine wichtige Chance verpasst, vor Ort soziale und ökologische Standards zu fördern. Obwohl, entgegen der Behauptung der ortsansäßigen CDU, auch die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen berücksichtigt wurden.“

Es ist daher umso erfreulicher, dass in vielen Städten bereits sozial und ökologisch beschafft wird und auf Landesebene generell alle Ausschreibungen diese Standards enthalten müssen.

Jörg Ellminger für Bündnis90/Die Grünen Bad Soden