Bad Sodener Grüne mit „blauem Auge“ davon gekomen?

Die Kommunalwahl in Hessen liegt hinter uns und die Landtagswahlen in den Bindestrich Bundesländern sind gerade vorbei. Alle Wahlergebnisse zusammen sind unterschiedlicher wie sie es nicht sein könnten. In BaWü sind die Grünen auf Partnersuche für eine stabile Regierungsbildung aber sie haben auch, nach der Wahl 2011 mit viel Rückenwind durch die Fukushima Katastrophe, massiv Stimmverluste vor allem in Rheinland-Pfalz hinnehmen müssen.

Und in Bad Soden? Hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Auf der einen Seite haben die Grünen das zweitbeste Wahlergebnis seit Bestehen eingefahren, auf der anderen Seite sind ca. 50% der „Fukushimawähler“ zu anderen Parteien weiter gewandert oder haben gar nicht gewählt. Dazu meint Fraktionsvorsitzender Harald Fischer: „Wir sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das Spitzenergebnis der letzten Wahl hätten wir gerne ausgebaut. Das ist uns nicht gelungen, aber der Wählerwille hat uns auch nicht so sehr abgestraft wie z.B. in Rheinland-Pfalz. Mit zwei Sitzen mehr in der Stadtverordnetenversammlung im Vergleich zur Wahl 2006 können wir weiter Grüne Akzente in Bad Soden setzen.“ Die Grünen waren seit 2011 mit sechs Sitzen in der Stadtverornetenversammlung vertreten und werden zukünftig „nur“ noch fünf Sitze belegen.

Und die AfD? Für Fraktionsmitglied Jörg Ellminger ist das Abschneiden der AfD ein positives Zeichen: „Mit 10% ist die AfD in Bad Soden unter dem Durchschnitt geblieben. Sie hat nur wenige Nichtwähler aktivieren können und gleichzeitig die BSB stark geschwächt. 90% der Sodener sind weltoffene Menschen, die in dieser besonderen Zeit die Nerven behalten und Humanität vor Egoismen und Paragraphenreiterei stellen.“

Spitzenkandidatin Annelie Koschella und jetzt Neumitglied der Fraktion bedankt sich bei allen Wählern und Unterstützern. „Nach einem engagierten Wahlkampf freue ich mich auf die Fraktionsarbeit und eine spannende Zeit in der Bad Sodener Stadtverordnetenversammlung.“

Jörg Ellminger für die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung